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Aktuelle Veranstaltungen*:
Klimapolitik. Werkzeuge für die politische Erwachsenenbildung / Wien
Vortragsreihe: Frieden schaffen / Wien
Politische Bildung in der Erwachsenenbildung / Wien
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen / Innsbruck
Erzählte Identitäten – Workshop für Biografiearbeit und Diversität / St. Pölten
Ungleich, un(ter)bezahlt, unsichtbar / St. Wolfgang
Das politisch-literarische Quartett / Wien
Info und Beratung für Bildungseinrichtungen und NGOs / online
Externe Ankündigung:
Ö-Cert-Enquete 2026 / Salzburg
*Weitere Termine und ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website: www.politischebildung.at
AKTUELLE VERANSTALTUNGEN
Ökologie im Fokus:
Klimapolitik: Werkzeuge für die politische Erwachsenenbildung
13. + 14. Oktober 2026, VHS Ottakring, Wien
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit der VHS Ottakring
Auch wenn sie in den Medien nicht mehr vorherrschend ist und in der Politik weniger darüber geredet wird, schreitet sie ungebremst voran: die Klimakrise. Sie zeigt sich in global steigenden Treibhausgasemissionen und Temperaturen sowie in Extremwetterereignissen und wird auch in Österreich zunehmend spürbar.
Während Aktivist:innen der Klimabewegung auf umfassende Klimaschutzmaßnahmen pochen, plädieren manche Akteur:innen für technologische Innovationen, um die Erderhitzung zu verlangsamen. Wiederum andere hinterfragen das Konzept des menschengemachten Klimawandels zur Gänze. In einer solch hitzigen Diskussion ist die politische Bildung gefragt, einerseits wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und andererseits das, was in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird, auch im Seminarraum entsprechend zu behandeln.
Der Workshop bietet Erwachsenenbildner:innen und Trainer:innen eine fundierte und inspirierende Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Klimapolitik.
Frieden schaffen
Vortragsreihe, Oktober – Dezember 2026, Wien
Eine Vortragsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Depot und der FAKTory
Unter „Grammatik des Krieges“ fasst die Schriftstellerin Marlene Streeruwitz jene Entwicklungen zusammen, die sich seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine vor unser aller Augen abspielen. Krieg auf europäischem Boden ist nicht mehr bloß Vergangenheit oder Möglichkeit, sondern gegenwärtige Realität. Dabei sprechen einerseits Waffen, auf der anderen Seite spielen jedoch auch Prozesse der Normalisierung und Rechtfertigung von kriegerischen Mitteln eine zentrale Rolle. Die Friedensforscherin Claudia Brunner beschreibt ebensolche Prozesse als „diskursive, kognitive und affektive Militarisierung“. Wie kann nun der „Grammatik des Krieges“ ein Vokabular des Friedens entgegengesetzt werden?
Anknüpfend an den Schwerpunkt der ÖGPB-Projektförderung 2026 widmet sich unsere diesjährige Vortragsreihe dem Thema „Frieden schaffen“. In Kooperation mit dem Depot und der FAKTory finden im Herbst 2026 vier Vorträge statt.
Termine:
Di., 20. Oktober 2026, 19:00 Uhr, Depot, Wien
Oliver Rathkolb: Österreichische Neutralitätspolitik in Zeiten globaler Machtpolitik
Di., 3. November 2026, 19:00 Uhr, Depot, Wien
Barbara Prainsack: Solidarität als Grundlage für Frieden
Di., 17. November 2026, 19:00 Uhr, FAKTory, Wien
Barbara Sieberth: Frieden durch Sicherheit oder Sicherheit durch Frieden?
Di., 1. Dezember 2026, 19:00 Uhr, Depot, Wien
Rosa Logar: Frauen schaffen Frieden
Politische Bildung in der Erwachsenenbildung
Zusatzangebot für Unterrichtende (Basisbildung und DaZ)
6. November 2026, VHS Favoriten, Wien
Basisbildung trägt dazu bei, dass Menschen ihre Teilhabe an öffentlichen Prozessen und sozialen Gütern selbstbestimmt und gleichgestellt gestalten können. Politische Bildung verfolgt ebenfalls das Ziel, gesellschaftliche Partizipation zu fördern. Wie aber kann das Politische im Rahmen der Basisbildung, oder beispielsweise in Sprachlernangeboten vermittelt werden?
Die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) hat das an Lehrende gerichtete Programm „Politische Basisbildung“ entwickelt. Der Workshop umfasst Übungen, Methodenreflexionen und inhaltliche Inputs und gibt Raum für Selbstartikulation, dialogische Reflexion und sensibilisierendes Erproben. Dabei steht ein anwendungsorientierter Zugang im Mittelpunkt, so werden u. a. Lösungen für herausfordernde Lehr-Lern-Situationen gesucht. Ein digital abrufbarer Methoden- und Materialienpool kann zur Vertiefung der Inhalte herangezogen und im eigenen Unterricht verwendet werden.
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
Train-the-Trainer-Workshop, 11. + 12. November 2026, Haus der Begegnung, Innsbruck
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck
Wir alle kennen das: Am Arbeitsplatz, beim Familientreffen oder am Stammtisch mit Bekannten wird ein generalisierender und diskriminierender Spruch geäußert. Und uns fällt das beste Argument, um darauf zu reagieren, erst hinterher ein.
Das von dem deutschen Politologen Klaus-Peter Hufer entwickelte Argumentationstraining gegen Stammtischparolen sucht Antworten auf Hassparolen und bietet einen Übungsraum für Gegenstrategien.
Dieses Training richtet sich an Erwachsenenbildner:innen, Trainer:innen und Multiplikator:innen, die selbst Trainings gegen Stammtischparolen durchführen möchten.
Erzählte Identitäten – Workshop für Biografiearbeit und Diversität
19. November 2026, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, St. Pölten
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten
Methoden der Biografiearbeit eignen sich gut für die Auseinandersetzung mit (kulturellen) Identitäten und Diversität. In dem Workshop erleben die Teilnehmer:innen die Prozesse und Erkenntnismöglichkeiten eines lebensgeschichtlichen Gesprächskreises. Aufbauend auf dem Material der Erzählungen findet eine weiterführende Auseinandersetzung mit Diversität statt. Methodisch werden Grundhaltungen und Grundlagen zum Leiten eines Gesprächskreises vermittelt. Schließlich werden Wege angedacht, den Zugang der Biografiearbeit für niederschwellige politische Bildung und für die Auseinandersetzung mit Diversität an Ort und Stelle fruchtbar zu machen.
Ungleich, un(ter)bezahlt, unsichtbar
Ein Workshop für Erwachsenenbildner:innen
24. + 25. November 2026, bifeb, St. Wolfgang
Eine Veranstaltung des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung (bifeb) und der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)
Gesellschaftliche Ungleichheiten sind zugleich Gegenstand der Erwachsenenbildung, als auch Auftrag an die Erwachsenenbildung: Denn die Erwachsenenbildung kann einerseits dazu beitragen, strukturelle Benachteiligungen zu analysieren, und damit andererseits die Urteils- und Handlungsfähigkeit der Lernenden fördern.
Eine zentrale Achse von Ungleichheit umfasst die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern. In Österreich steigt die Zahl der erwerbstätigen Frauen seit Mitte der 1970er-Jahren kontinuierlich an, jedoch arbeiten sie heute vorrangig in Teilzeit. Die weibliche Vereinbarkeit von Vollzeitjob und Haus- und Sorgearbeit scheint also eher Mythos, denn Realität – oder sie hat einen hohen Preis: In westlichen Industriegesellschaften übernehmen häufig unterbezahlte Migrantinnen die anfallende Care-Arbeit. In diese komplexe Gemengelage mischen sich seit einiger Zeit antifeministische Akteurinnen und Akteure wie „Tradwives“, die auf Social Media reaktionäre Geschlechter- und Familienbilder propagieren.
Im Workshop sollen feministische Perspektiven auf Arbeit gemeinsam mit den Teilnehmenden beleuchtet werden. Dabei wird ein Methodenmix angewandt, der das erworbene Wissen erlebbar und für die eigene Zielgruppe adaptierbar macht.
Das politisch-literarische Quartett
3. Dezember 2026, FAKTory, Wien
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit FAKTory
Die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) veranstaltet das „Politisch-literarische Quartett“ nun seit mehr als einem Jahrzehnt. Dabei stellen Fachleute vier Bücher aus verschiedenen Sparten der politischen Literatur vor. Hauptthesen, Bezug zur politischen Bildung sowie sachliche Kritik bilden die Eckpunkte der Buchbesprechungen, die durch eine anschließende Diskussion von Referent:innen und Publikum inhaltlich vertieft werden.
Dem legendären „Literarischen Quartett“ nachempfunden, versucht das politisch-literarische Quartett in einem gemütlichen Rahmen politische Neuerscheinungen ebenso zu vermitteln wie die berühmten ungelesenen oder vergessenen Klassiker.
Das Quartett:
Laura Freudenthaler (Schriftstellerin)
Monique Wittig: Opoponax. Czernin: Wien 2026
Clemens Braun (Institut für Germanistik der Universität Wien / Internationale Thomas Bernhard Gesellschaft)
Adrian Daub: Was das Valley herrschen nennt. Suhrkamp: Berlin 2026
Christoph Stoik (Department Soziales an der Hochschule Campus Wien (HCW)
Jane McAlevey: Keine halben Sachen. VSA: Hamburg 2019
Barbara Litsauer (Moderation / wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖGPB)
George Sand: Nanon. Hanser: München 2025
Info und Beratung für Bildungseinrichtungen und NGOs
9. Dezember 2026, 10:00 Uhr, online
Im Rahmen der jährlichen Ausschreibung der ÖGPB für Projekte politischer Erwachsenenbildung
Es kann für neue wie für routinierte Projektentwickler:innen herausfordernd sein, Projekte politischer Erwachsenenbildung zu konzipieren, eine Projektidee mit dem jährlichen Schwerpunkt und den formalen Vorschriften der ÖGPB-Ausschreibung in Einklang zu bringen oder bisweilen das Antragsformular auszufüllen. Von der vagen Idee bis zur konkreten Projektkonzeption und der Realisierung des Vorhabens bedarf es vieler Schritte von Reflexion und Konzeption, und das macht oft eine eingehende Beratung durch die fördernde Stelle erforderlich.
Im Rahmen der dreistündigen Online-Veranstaltung haben Vertreter:innen der interessierten Einrichtungen die Möglichkeit, sich über politische Erwachsenenbildung, Projektentwicklung und vor allem die formalen und inhaltlichen Auflagen der Projektförderung mit dem Bildungsteam der ÖGPB auszutauschen. Die Info- und Beratungsveranstaltung wird Inputs und gemeinsame Aktivitäten ebenso umfassen wie die Beantwortung von allfälligen Fragen.
EXTERNE ANKÜNDIGUNG
Ö-Cert-Enquete 2026: Demokratie braucht Erwachsenenbildung, Erwachsenenbildung braucht Demokratie
23. November 2026, Bildungszentrum St. Virgil, 5026 Salzburg
Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Desinformation, Polarisierung und Misstrauen in Institutionen, das Erstarken totalitärer Bewegungen und Systeme – diese weltweiten Entwicklungen sind auch in Österreich spürbar und verunsichern die Menschen. Demokratische Rahmenbedingungen geraten unter Druck, sind aber wesentliche Voraussetzung für eine freie, pluralistische und zugängliche Erwachsenenbildung. Welchen Einfluss haben wir auf diese Entwicklungen, wie gehen wir persönlich damit um und vor allem: Was kann (Erwachsenen-)Bildung hier leisten?
Wir empfehlen eine Anreise zu unseren Veranstaltungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere Informationen finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung