Migrantinnen der zweiten Generation als Fachkräfte in der Erwachsenenbildung – mig2eb

2012 - 2014

Das von ESF und BMUKK geförderte Projekt "Migrantinnen der zweiten Generation als Fachkräfte in der Erwachsenenbildung – mig2eb" beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Bevölkerungsgruppe in der Erwachsenenbildung repräsentiert ist und welche strukturellen Bedingungen den Zugang zum Berufsfeld der Erwachsenenbildung erschweren respektive ermöglichen.

Angesichts des durch Migration bedingten demographischen Wandels sehen sich die Einrichtungen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das anwendungsorientierte Forschungsprojekt hat sich in diesem Sinne zum Ziel gesetzt, zum Prozess einer "interkulturellen Öffnung" der Erwachsenenbildung/Weiterbildung beizutragen, um Chancengerechtigkeit im Zugang zu Weiterbildung – als Angebotsstruktur wie auch als Berufsfeld – zu verankern.

Im Rahmen der Forschung wird ein Kriterienkatalog zur interkulturellen Öffnung von Erwachsenenbildungseinrichtungen erstellt. Die ÖGPB als Fachorganisation für politische Erwachsenenbildung in Österreich wird im Laufe des Projektes ihr gesamtes Bildungsangebot anhand dieses Katalogs und mit Blick auf die Zielgruppe einer inhaltlichen, methodologischen und organisatorischen Überprüfung unterziehen. Eine solche Evaluation und Implementierung können – aufgrund des Charakters der ÖGPB-Bildungsangebote als Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte – einen Beitrag zu einer gesamten Öffnung dieses Bildungssegments leisten.

Projektpartner: Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb), Institut f. Erziehungs- und Bildungswissenschaft der K.F.-Universität Graz.

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

NIC – Networking Inter Cultures

Interkulturelle Bildung in Österreich

Networking Inter Cultures – NIC wurde 2008 nach einer Idee von Sabine Aydt (damals Mitarbeiterin der Donau-Universität Krems – DUK) in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) und dem Interkulturellen Zentrum (IZ) als Netzwerk-Projekt ins Leben gerufen. (Nach Ausstieg der DUK aus der Kooperationspartnerschaft ist die Universität Innsbruck als neue universitäre Partnereinrichtung hinzugekommen.)

Der leitende Grundgedanke dabei war und ist, dass AnbieterInnen interkultureller Bildungsangebote im Rahmen eines Netzwerks

  • leichter und regelmäßiger miteinander kommunizieren sowie Inhalte, Methoden und Materialien austauschen,
  • über ihre Grundsätze systematischer diskutieren und nachdenken,
  • ihre Angebote besser aufeinander abstimmen und die Frage nach Qualität selbstgesteuert stellen und beantworten können.

Die Aktivitäten des offenen Netzwerk-Projekts NIC laufen derzeit auf zwei Ebenen:

  1. Zweijährlich stattfindende NIC-Konferenzen, deren Veranstaltung turnusmäßig eine Organisation übernimmt. Bis jetzt gab es sieben Konferenzen (Krems 2008, Wien 2009, Wien 2010, Krems 2012, Wien 2014, Wien 2016 und Innsbruck 2018).

  2. Unregelmäßige Treffen von interessierten Personen und VertreterInnen der Bildungseinrichtungen als begleitende/beratende Sitzungen zu jährlicher Konferenzorganisation, welche aber auch darüber hinaus fortgeführt werden und den Netzwerkgedanken umsetzen sollen.

11. Jahrestagung der IGPB: Wandel – Krise – Katastrophe: Klimapolitik als Herausforderung für die politische Bildung

Während die internationale Klimaforschung schon seit mehreren Jahrzehnten wirksame Gegenstrategien zur menschlich verursachten Erderwärmung entwirft und einfordert, reagieren politische und wirtschaftliche AkteurInnen widersprüchlich. Gesetzte Maßnahmen bleiben zumeist weit hinter den Ankündigungen und noch weiter hinter den tatsächlichen Anforderungen zurück, die sich aus der Klimakrise ergeben.

Zugleich beobachten wir eine zunehmende Polarisierung: In manchen Staaten befinden sich LeugnerInnen der Klimakrise in Regierungsverantwortung oder bilden zumindest eine lautstarke Opposition. Längst hat sich ein rechtes/rechtsextremes politisches Feld formiert, das den wissenschaftlichen Konsens in Abrede stellt, Verschwörungstheorien konstruiert oder das Thema zur bloßen Meinungsfrage erklärt. Gleichzeitig tritt Klimapolitik aber wieder stärker ins Zentrum des politischen Diskurses, wofür auch neue zivilgesellschaftliche AkteurInnen und Bewegungen verantwortlich sind.

Aus dieser Situation resultieren große Herausforderungen für die politische Bildung. Welchen Stellenwert soll das Thema Klimapolitik in der politischen Bildung haben? Wie kann das Spannungsfeld zwischen Meinung und wissenschaftlicher Evidenz im Unterricht behandelt werden? Wie sieht ein politikdidaktisch angemessener Umgang mit den unterschiedlichen Positionen und Bewegungen aus? Welche Probleme, aber auch welche Chancen ergeben sich daraus für Lernende und Lehrende?

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