IGPB-Tagung 2026: Auf dem Weg zur Resilienz!

Politische Bildung für Demokratielernen und Geistige Landesverteidigung

Eine Veranstaltung der Interessengemeinschaft Politische Bildung (IGPB) 

In Österreich ist die Politische Bildung derzeit in Bewegung: Die Diskussion um ein eigenes Unterrichtsfach Demokratiebildung zeigt das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung des Themas. Gleichzeitig sorgt die verstärkte Präsenz des Sicherheitsdiskurses für intensive Debatten über das Spannungsfeld zwischen Politischer Bildung und dem Konzept der Geistigen Landesverteidigung.

Eine Veranstaltung der Interessengemeinschaft Politische Bildung (IGPB) 

Vor dem Hintergrund weltweit erodierender Demokratien gewinnt das Konzept der Resilienz an Bedeutung: Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Herausforderungen, Unsicherheiten und Bedrohungen zu bewältigen – auf individueller, aber auch auf gesellschaftlicher Ebene. Verschiedene Ansätze betonen Persönlichkeitsstärkung, kritisches Denken, soziale Vernetzung oder institutionelle Absicherungen als Wege, demokratische Widerstandskraft zu fördern.

Die 17. Jahrestagung der Interessengemeinschaft Politische Bildung lädt zu Austausch, Reflexion und Vernetzung ein.

  • Welchen Beitrag kann Politische Bildung zur demokratischen Resilienz leisten?
  • Sind Geistige Landesverteidigung und Demokratiebildung Wege zur Entwicklung von demokratischer Resilienz?
  • Welche didaktischen Konzepte und Methoden erweisen sich als besonders wirksam?

 

GWA-Tagung 2026: Gemeinwesenarbeit in stürmischen Zeiten.

Welche Konfliktfähigkeit brauchen wir für Frieden?

7. – 9. Oktober 2026, bifeb, St. Wolfgang

Eine Veranstaltung der Werkstätte Gemeinwesenarbeit (GWA) 

Politische, soziale und zwischenmenschliche Konflikte nehmen zu. Anstatt jedoch mehr Stimmen zuzulassen und Möglichkeiten demokratischer Teilhabe zu erweitern, werden Konflikte weltweit zunehmend in Form von direkter militärischer, physischer und psychischer Gewalt ausgetragen. Die Auswirkungen sind auch in Europa und Österreich spürbar: Autoritarismus, Polarisierung und Nationalismus greifen um sich. Durch politische Angriffe auf demokratische Rechte, Aushandlungen und Verfahren sind stärkere Spannungen in den Gemeinwesen und der Gemeinwesenarbeit wahrzunehmen. Initiativen im Gemeinwesen sind durch knapper werdende Ressourcen und unsichere Bedingungen herausgefordert.

Gleichzeitig existieren vielfältige Formen von Wissen und Praktiken in der Gemeinwesenarbeit, der Sozialen Arbeit und der Erwachsenenbildung, die eine konfliktfähige, gewaltfreie Arbeit ermöglichen und sich einer Zukunft des kritischen Miteinanders verschreiben. Konfliktfähigkeit ist Voraussetzung für Frieden, da sie Unrecht richten und zu sozialer Gerechtigkeit beitragen kann.

Auf der diesjährigen Tagung möchte die GWA eine Vielfalt an Ansätzen versammeln, die andere Antworten auf die aktuellen sozialen, ökologischen und politischen Fragen geben, als das Recht des Stärkeren oder die Gewalt der Überlegenheit.

  • Wie reagieren Akteur:innen der Gemeinwesenarbeit auf die Tendenz zu gewaltsamem Handeln und wahrnehmbarer Kriegsbegeisterung?
  • Inwiefern sind autoritäre Stärke und Führung wirklich effizienter als demokratisches Aushandeln?
  • Welche Konzepte, Methoden und Inhalte aus der Gemeinwesenarbeit stärken Konfliktfähigkeit als Werkzeug demokratischer Interessenfindung?
  • Wie kann Gemeinwesenarbeit politisch, diskursiv und institutionell so gefördert werden, dass sie ihr Potential im Hinblick auf eine konfliktfähige Demokratie bestmöglich entfaltet?

 

Ungleich, un(ter)bezahlt, unsichtbar

Ein Workshop für Erwachsenenbildnerinnen/Erwachsenenbildner

Eine Veranstaltung des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung (bifeb) und der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)

Gesellschaftliche Ungleichheiten sind zugleich Gegenstand der Erwachsenenbildung, als auch Auftrag an die Erwachsenenbildung: Denn die Erwachsenenbildung kann einerseits dazu beitragen, strukturelle Benachteiligungen zu analysieren, und damit andererseits die Urteils- und Handlungsfähigkeit der Lernenden fördern.

Eine zentrale Achse von Ungleichheit umfasst die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern. In Österreich steigt die Zahl der erwerbstätigen Frauen seit Mitte der 1970er-Jahren kontinuierlich an, jedoch arbeiten sie heute vorrangig in Teilzeit. Die weibliche Vereinbarkeit von Vollzeitjob und Haus- und Sorgearbeit scheint also eher Mythos, denn Realität – oder sie hat einen hohen Preis: In westlichen Industriegesellschaften übernehmen häufig unterbezahlte Migrantinnen die anfallende Care-Arbeit. In diese komplexe Gemengelage mischen sich seit einiger Zeit antifeministische Akteurinnen und Akteure wie „Tradwives“, die auf Social Media reaktionäre Geschlechter- und Familienbilder propagieren.

Im Workshop sollen feministische Perspektiven auf Arbeit gemeinsam mit den Teilnehmenden beleuchtet werden. Dabei wird ein Methodenmix angewandt, der das erworbene Wissen erlebbar und für die eigene Zielgruppe adaptierbar macht.


Inhalte

Der Workshop setzt sich mit feministischen Perspektiven auf Arbeit auseinander und fördert die Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten sowie die Selbstreflexion der Teilnehmenden.

Konkret behandelt der Workshop folgende Fragestellungen:

  • Wie hat sich die Frauenbewegung historisch mit Arbeit auseinandergesetzt und welche Debatten werden heute geführt?
  • Welche Probleme und Lösungsansätze im Bereich der Care-Arbeit gibt es?
  • Welche Verbindungen zwischen eigenen Erfahrungen und gesellschaftlichen Strukturen lassen sich finden?


Methodik

Die Workshopleiterinnen greifen auf einen Methodenmix zurück. Interaktive Methoden wie Rollenspiele, soziometrische Aufstellungen, Fishbowl, Biografiearbeit und Medienanalyse kommen ebenso zum Einsatz wie Inputs und Diskussionen.

Dabei steht auch der Praxistransfer im Vordergrund. Denn die Methoden sind dafür geeignet, dass Teilnehmende sie in ihrer eigenen Vermittlungsarbeit verwenden können.

Lernergebnisse

Die Teilnehmenden setzen sich mit einer zentralen Achse von gesellschaftlicher Ungleichheit auseinander und erweitern dadurch ihre Urteils- und Handlungsfähigkeit. Die Beschäftigung mit feministischen Perspektiven auf Arbeit erfolgt anhand von Methoden, die Wissensvermittlung, Austausch in der Gruppe, Selbstreflexion und Praxistransfer zum Ziel haben.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Erwachsenenbildnerinnen/Erwachsenenbildner, Bildungs- und Berufsberaterinnen/Bildungs- und Berufsberater, Trainerinnen/Trainer und Bildungsmanagerinnen/Bildungsmanager.

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