Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung





Das politisch-literarische Quartett
Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung – ÖGPB in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung – bifeb) und dem Büchereiverband Österreichs – BVÖ

Lesen wir überhaupt? Freilich lesen wir alle täglich eine Menge Sachen – online und auf Papier; Nachrichten, Kommentare, Aufsätze, Krimis, Sachbücher; in der U-Bahn, im Büro oder im Bett ...

Was dabei öfter auf der Strecke bleibt, sind Texte, deren Lektüre Ruhe und gesteigerte Aufmerksamkeit verlangt sowie Wiederholung und Nachsinnen: philosophische Abhandlungen, Texte zur politischen Theorie, historische Standardbücher, literarische Werke ... Diese gelten nicht nur als Bestandteil einer guten Allgemeinbildung, sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Ausübung des pädagogischen Berufs – so auch in der Erwachsenenbildung, und hier insbesondere in der politischen Bildung. Doch wir alle kennen das Problem der fehlenden Zeit, des Mangels innerer Ruhe im hektischen Arbeitsalltag und sonstige widrige Umstände, die allesamt eine reflektierende und eingehende Lektüre "schwerer Kost" zusätzlich erschweren.

Das politisch-literarische Quartett will da Abhilfe schaffen. Vier "Berufsleser_innen" stellen in einem gemütlichen Rahmen vier Bücher aus verschiedenen Sparten der politischen Literatur vor. Hauptthesen, Bezug zur politischen Bildung sowie sachliche Kritik bilden die Eckpunkte der jeweiligen Buchbesprechung, die durch die Diskussion auf dem Podium fortgesetzt und durch Wortmeldungen des Publikums inhaltlich vertieft wird. Ein Handout mit wichtigsten Daten zu den vier vorzustellenden Büchern begleitet die Veranstaltung.

Für alle, die "weitermachen" wollen, folgt dem gemütlichen Abend mit dem Quartett am nächsten Vormittag der vertiefende Lektüre-Workshop: Ein Schlüsseltext der politischen Theorie wird von den Referent_innen vorgestellt, und ausgewählte Textausschnitte daraus werden in der Gruppe gelesen und interpretiert.

Dem legendären „Literarischen Quartett“ nachempfunden, versucht Das politisch-literarische Quartett aktuelle politische Bücher ebenso „spielerisch“ zu vermitteln wie die berühmten "ungelesenen Klassiker". Nach dem Motto: Das Referat ersetzt die Lektüre nicht – ist aber auch kein Schaden. Zirbenschnaps oder Fruchtsaft?

Nach drei Veranstaltungen – 2015 im bifeb), 2016 in der VHS Ottakring und März 2017 in der VHS Hietzing – findet das Quartett zum vierten Mal im November 2017 wieder im bifeb) statt.


Quartett:

Ursula Kubes-Hofmann (Philosophin, Germanistin, war Leiterin des Rosa-Mayreder-College) – Philipp Blom: Was auf dem Spiel steht, 2017

Cornelia Kogoj (Kommunikationswissenschafterin, Generalsekretärin der Initiative Minderheiten) – Didier Eribon: Rückkehr nach Reims, 2009 (dt. 2016)

Thomas Fritz (Germanist, Anglist, Linguist; Leiter des lernraum.wien) – Leonardo Padura: Der Mann, der Hunde liebte, 2009 (dt. 2012)

Hakan Gürses (Moderation / Philosoph, wiss. Leiter der ÖGPB) – Jan-Werner Müller: Was ist Populismus? Ein Essay, 2016


Zielgruppe:
In der (politischen) Erwachsenenbildung tätige Personen, BibliothekarInnen, Interessierte

Termin:
Do., 30. November 2017, 18.30 Uhr (Quartett)
Fr., 1. Dezember 2017, 9.00 bis 12.30 Uhr (Lektüre-Workshop)

Ort:
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung - bifeb)
Bürglstein 1-7, 5360 St. Wolfgang

Keine Teilnahmegebühr.

Anmeldung:
Online-Anmeldung