Newsletter 98

Der Newsletter der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung bringt Hinweise auf unser aktuelles Bildungsangebot sowie auf ÖGPB-Publikationen, informiert Sie über interessante Themen politischer Bildung und hält Sie bezüglich der relevanten Termine und Modalitäten der Projektausschreibung auf dem Laufenden. Anmeldungen unter www.politischebildung.at/oegpb/newsletter/


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Aktuelle Veranstaltungen:
Vortragsreihe: Kritische Medienkompetenz in der politischen Erwachsenenbildung / Wien
GWA-Tagung 2018: Gemeinschaften bilden: solidarisch, emanzipatorisch, autoritär? / St. Wolfgang
NEU: Kritische Medienkompetenz. Politische Erwachsenenbildung im digitalen Zeitalter / Wien
In Gleichheit verschieden. Politische Erwachsenenbildung und Pluralität / Innsbruck
In Gleichheit verschieden. Politische Erwachsenenbildung und Pluralität / Klagenfurt
NIC-Konferenz 2018: Bildung in der Fluchtgesellschaft / Innsbruck
Flucht und Asyl: aus der Perspektive der politischen Bildung / Wien
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen / Wien
Vorschau: Das politisch-literarische Quartett / St. Wolfgang
Basics - Inhalte und Methoden der politischen Erwachsenenbildung / Klagenfurt

Externe Ankündigung:
SchülerInnenwettbewerb Politische Bildung 2018

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AKTUELLE VERANSTALTUNGEN:


Kritische Medienkompetenz in der politischen Erwachsenenbildung
Vortragsreihe, Oktober bis November 2018, Wien

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit COMMIT, dem Depot und der VHS Mariahilf

"Fake News", Filterblasen und Hasspostings sind seit einigen Jahren in aller Munde. Die damit einhergehende veränderte Mediennutzung - vor allem von Social Media - stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen und lässt die Frage aufkommen, ob und wie ein kritisches Medienhandeln möglich ist.

Der Begriff "Medienkompetenz" kam bereits in den 1970er-Jahren auf, und als Konzept wird darauf vielfach zurückgegriffen. Es können vier Dimensionen von Medienkompetenz unterschieden werden: Medienkritik (Verfolgen und Analysieren von Entwicklungen in der Medienlandschaft), Medienkunde (Erwerb des Wissens über aktuelle Mediensysteme und technischer Fertigkeiten im Umgang mit Medien), kritische Reflexion der eigenen Mediennutzung sowie Mediengestaltung (Möglichkeiten der Mitgestaltung von Medien).

Derzeit richten sich Projekte sowie Aus- und Weiterbildungsangebote zum Thema Medienkompetenz vor allem an Kinder und Jugendliche. Angesichts aktueller Entwicklungen im Medienbereich ist es allerdings an der Zeit, Vermittlung kritischer Medienkompetenz auch als Aufgabe der politischen Erwachsenenbildung zu begreifen.

Im Rahmen der Vortragsreihe sollen verschiedene Aspekte kritischer Medienkompetenz beleuchtet werden: Der nichtkommerzielle Rundfunk als Bildungsraum; öffentliche Diskurse über Medien und Medienanalyse; Demokratiemodelle und Formen von Medien; "Stammtischparolen" und Hasspostings im Netz.

Mit "Kritische Medienkompetenz in der politischen Erwachsenenbildung" setzt die ÖGPB ihre seit 2010 veranstaltete Vortragsreihe zur politischen Erwachsenenbildung auch 2018 fort. Heuer sind (neben dem langjährigen Kooperationspartner Depot) COMMIT zum ersten und die Volkshochschule Mariahilf zum zweiten Mal kooperierende Organisationen. Im Depot und in der VHS Mariahilf finden im Oktober und November 2018 vier Vorträge statt:

  • Mi., 3. Oktober 2018, 19.00 Uhr, VHS Mariahilf
    Meike Lauggas: Sendungsproduktion als Bildungsfeld

    Die Gestaltung von Sendungen im nicht-kommerziellen Rundfunk in Österreich stellt einen produktiven Ausgangspunkt für den Erwerb zahlreicher Kompetenzen dar. Zusätzlich zu anderen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden dabei auch alle vier Dimensionen von Medienkompetenz (Medienkritik, Medienkunde, kritische Reflexion der eigenen Mediennutzung sowie Mediengestaltung) bei den GestalterInnen gesteigert oder entwickelt. Voraussetzung dafür ist der möglichst niederschwellige und selbstbestimmte Zugang zur Produktion eigener Sendungen, der erhöhte Aufmerksamkeit für Medienprodukte generell bewirkt.

    Meike Lauggas, Lehrbeauftragte, Trainerin und Supervisorin.

  • Mi., 24. Oktober 2018, 19.00 Uhr, Depot
    Josef Seethaler: Demokratie + Medienkompetenz = Öffentlichkeit

    Medien stellen Öffentlichkeit her – für Themen, Personen, Meinungen. In der Demokratie ist Öffentlichkeit jedoch mehr als das: Sie legitimiert Macht. Weder die Erbfolge wie in der Monarchie noch der Wille Weniger wie in der Diktatur legitimieren die Macht, sondern das Öffentlichmachen von Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen. Demokratische Öffentlichkeit ist daher sowohl Kontrolle von Macht als auch das Einbringen von Anliegen der BürgerInnen in diese Prozesse. Genau das sind auch die beiden Grundfunktionen der Medien in der Demokratie. Ob sie funktionieren, hängt nicht zuletzt davon ab, wie wir mit Medien umgehen.

    Josef Seethaler, Kommunikationswissenschaftler, Österreichische Akademie der Wissenschaften.

  • Mi., 7. November 2018, 19.00 Uhr, Veranstaltungszentrum Mariahilf
    Jeffrey Wimmer: Kritische Medienanalyse im digitalen Zeitalter

    Die Fähigkeit zu einem kompetenten und kritischen Umgang mit Medien ist relevanter als je zuvor. Deren Vermittlung bildet eine zentrale Herausforderung für die Erwachsenenbildung. Das Konzept der kritischen Medienanalyse zielt unter anderem darauf ab, die Entstehung, Repräsentation und Wirkkraft der neuen digitalen Leitmedien wie z. B. Facebook in einer prüfenden Weise detailliert zu erfassen und zu verstehen. In Zukunft wird es verstärkt darum gehen, diese Erkenntnisse für eine politische und zivilgesellschaftliche Lösung gegenwärtiger soziokultureller Konflikte zu verwenden.

    Jeffrey Wimmer, Kommunikationswissenschaftler, Universität Augsburg.

  • Mi., 28. November 2018, 19.00 Uhr, Depot
    Liriam Sponholz: Hass im Netz

    Auf Social Networking Sites (SNS) wie Twitter oder Facebook wettern private und öffentliche Personen zunehmend ungehemmt gegen Flüchtlinge, Ausländer oder Frauen. Die Ausweitung des Zugangs zur Öffentlichkeit auf nicht-öffentliche Personen, welche die SNS ermöglichen, wirkt hierbei verstärkend auf diesen "Hass im Netz". Was aber ist genau unter "Hass im Netz" zu verstehen? Was unterscheidet die Beschimpfung von PolitikerInnen von der Hetze gegen Minderheiten? Wie verändert die Onlinekommunikation diese bekannten Formen symbolischer Gewalt? Und was hat all das mit "Hate Speech" zu tun?

    Liriam Sponholz, Senior PostDoc, Österreichische Akademie der Wissenschaften und Alpen-Adria-Universität.

Veranstaltungsorte:

VHS Mariahilf
Damböckgasse 4, 1060 Wien
T 01 89 174 106 000
mariahilf@vhs.at
www.vhs.at/6-vhs-mariahilf.html

Veranstaltungszentrum Mariahilf
Otto-Bauer-Gasse 9, 1060 Wien

Depot
Breite Gasse 3, 1070 Wien
T 0699 13 53 77 10
depot@depot.or.at
www.depot.or.at

Freier Eintritt.

Moderation:
Sonja Luksik: Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Politikwissenschafterin, Trainerin
Hakan Gürses: Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Philosoph, Trainer

Weitere Informationen: www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/vortragsreihe/

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Gemeinschaften bilden: solidarisch, emanzipatorisch, autoritär?
Fragen der Gemeinwesenorientierung in Bildung, Kultur und Sozialer Arbeit

GWA-Tagung, 10. - 12. Oktober 2018, bifeb), St. Wolfgang

Veranstaltungsgemeinschaft GWA (Ring Österreichischer Bildungswerke, Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, ARGE Region Kultur, Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Verband Österreichischer Volkshochschulen und FH Campus Wien: Soziale Arbeit, Gemeinwesenentwicklung)

Eine Vielfalt traditioneller und neuartiger Gemeinschaften und Communities versprechen Lösungen gesellschaftlicher Probleme und mehr soziale Bindung: Nachbarschaften, Bildungs- und Kulturvereine, Grätzelaktivitäten, Initiativen in der Flüchtlingshilfe, FoodCoops, Baugruppen, Sozialraumprojekte usw.

Gemeinwesenorientierung in Bildung, Kultur und Sozialer Arbeit findet sich angesichts dieser Entwicklungen in Widersprüchen: Wo hat sie sich als emanzipatorisches Projekt durchgesetzt und wo wird sie bloß autoritär instrumentalisiert, um mit lokalen Gemeinschaften von gesellschaftlicher Verantwortung abzulenken?

Im Rahmen der Werkstätte 2018 wird nach dem kritischen Gehalt "neuer" und "alter" Konzepte und Methoden in der Gemeinwesenorientierung gefragt, die Ambivalenzen der Gemeinschaftssehnsucht beleuchtet und aktuelle Praxisbeispiele zur Diskussion gestellt.

Zielgruppe:
MitarbeiterInnen der Erwachsenenbildung, der Sozial-, Kultur- und Gemeinwesenarbeit sowie aus Regionalpolitik und Verwaltung und weitere Interessierte

ReferentInnen:
Manuela Brandstetter: "Community - Orientierung in Österreich. Regionalentwicklung am Beispiel des Gender-Atlas‘?"
Christoph Stoik, Wolfgang Kellner, Christian Kloyber: "Gemeinwesenorientierung zwischen Gemeinschaftssehnsucht und Gesellschaftskritik - in Erwachsenenbildung, Sozialer Arbeit und in der Werkstätte Gemeinwesenarbeit"

Termin:
Mi., 10. Oktober 2018, 14.00 Uhr bis
Fr., 12. Oktober 2018, 12.00 Uhr

Ort:
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung - bifeb)
Bürglstein 1-7, 5360 St. Wolfgang

Keine Teilnahmegebühr.

Weitere Informationen und Anmeldung: www.bifeb.at/programm/termin/calendar/2018/10/10/event/tx_cal_phpicalendar/gemeinschaft_bilden_solidarisch_emanzipatorisch_autoritaer/

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NEU: Kritische Medienkompetenz. Politische Erwachsenenbildung im digitalen Zeitalter
Workshop, 15. + 16. Oktober 2018, VÖGB, Wien

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit dem Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB)

Die aktuelle Diskussion um die politischen Folgen von "Fake News", die personalisierte Anzeige von Medieninhalten auf Suchmaschinen und Social Media-Plattformen oder die Auswirkungen von Hass im Netz verdeutlicht eindringlich, dass die Fähigkeit zu einem kompetenten und kritischen Umgang mit Medien in unserer Gesellschaft immer relevanter wird. Technisch vermittelte Medien durchdringen zunehmend fast alle Bereiche des Alltags, bestimmen maßgeblich unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit und prägen unsere Handlungen und unsere Beziehungen zu anderen. Medien bilden somit eine Grundlage für das Verständnis von Demokratie und politischem Handeln. Diese Entwicklung lässt sich mit dem Begriff Mediatisierung der Lebenswelt benennen.

Kritische Medienkompetenz betont die politische Dimension des Medienhandelns. Interessenlagen, Machtstrukturen, ökonomische Verhältnisse und soziale Dynamiken gilt es zu verstehen, um den bewussten Umgang mit Medien zu ermöglichen: im Sinne von Rezipieren, Analysieren und Gestalten der Inhalte auf individueller, sozialer und kultureller Ebene.

Der Workshop vermittelt anhand aktueller Aspekte des Medienwandels Wissen über und Analysewerkzeuge zu Themen wie:

  • Medienökonomie und Digitalisierung
  • Filterblasen und Echoräume
  • Strategien gegen Fake News und Hasssprache
  • Big Data
  • Schutz der Privatsphäre
  • Medien-/Urheber- und Persönlichkeitsrecht
  • Datensouveränität.

Zielgruppe:
ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MultiplikatorInnen

Workshopleitung:
Mag. Helmut Peissl, Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt; Leitung von Studien zum nichtkommerziellen Rundfunk in Österreich und Europa mit Schwerpunkt auf Medien und Mehrsprachigkeit, Lebensbegleitendes Lernen und Public Value, leitet seit 2010 das Community Medien Institut COMMIT (https://commit.at).
Mag. Simon Olipitz, studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien, betreut die Redaktion des Campus & Cityradio an der FH St. Pölten und leitet Radioworkshops für unterschiedliche Zielgruppen. Seit 2017 Mitarbeiter von COMMIT.

Termin:
Mo., 15. Oktober 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr und
Di., 16. Oktober 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
Österreichischer Gewerkschaftsbund
Amalie Seidel Raum, Erdgeschoß
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

Teilnahmegebühr: Euro 50,-

Anmeldung:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
T 01 504 68 58
gesellschaft@politischebildung.at

Der Workshop ist mit 1 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at/oegpb/veranstaltungen/oegpb_veranstaltungen/?detail=98075

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In Gleichheit verschieden. Politische Erwachsenenbildung und Pluralität
Workshop, 18. + 19. Oktober 2018, Haus der Begegnung, Innsbruck

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit dem Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck

"Politik beruht auf der Tatsache der Pluralität der Menschen." Diese Worte von Hannah Arendt umschreiben ein Politikverständnis, das Verschiedenheit in Gleichheit als Voraussetzung menschlichen Zusammenlebens begreift. Wirkliche Gleichheit ist nur als Gleichheit von verschiedenen sozialen Gruppen und Individuen möglich.

In unserer durch faktische Pluralität gekennzeichneten Gesellschaft muss sich auch politische Bildung dieser Herausforderung stellen. Weder Inhalte noch Vermittlungsmethoden der politischen (Erwachsenen-)Bildung sind jedoch gegenwärtig darauf ausgerichtet, sozialen Differenzen gerecht zu werden.

Der von der ÖGPB konzipierte zweitägige Workshop lädt die TeilnehmerInnen in einem interaktiven Setting dazu ein, sich mit den didaktischen Anforderungen der Pluralität auseinanderzusetzen. Forschungsgeleitete sowie auf Erfahrung basierende Inhalte, Methoden und Vermittlungsmöglichkeiten einer politischen Erwachsenenbildung in der Pluralität werden darin gemeinsam ausgelotet, reflektiert und erprobt. Folgende Fragen und Aspekte stehen dabei im Zentrum:

  • Worin besteht die gesellschaftliche und politische Pluralität? Welche Verschiedenheit ist im politischen Sinne relevant?
  • Welcher Umgang mit Differenzen fördert Gleichheit?
  • Welcher Politikbegriff und welche didaktischen Maßnahmen sind für die "Pluralisierung" der politischen Erwachsenenbildung erforderlich?
  • Welche politischen Handlungsfelder eröffnet gesellschaftliche Pluralität?

Zielgruppe:
ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MitarbeiterInnen von NGOs

Workshopleitung:
Dr. Hakan Gürses (ÖGPB)

Termin:
Do., 18. Oktober 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr und
Fr., 19. Oktober 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck
Rennweg 12, 6020 Innsbruck

Teilnahmegebühr: Euro 50,-

Anmeldung:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
T 01 504 68 58
gesellschaft@politischebildung.at

Der Workshop ist mit 1 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/Pluralitaet/

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In Gleichheit verschieden. Politische Erwachsenenbildung und Pluralität
Workshop, 8. + 9. November 2018, VHS Klagenfurt

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit den Kärntner Volkshochschulen

"Politik beruht auf der Tatsache der Pluralität der Menschen." Diese Worte von Hannah Arendt umschreiben ein Politikverständnis, das Verschiedenheit in Gleichheit als Voraussetzung menschlichen Zusammenlebens begreift. Wirkliche Gleichheit ist nur als Gleichheit von verschiedenen sozialen Gruppen und Individuen möglich.

In unserer durch faktische Pluralität gekennzeichneten Gesellschaft muss sich auch politische Bildung dieser Herausforderung stellen. Weder Inhalte noch Vermittlungsmethoden der politischen (Erwachsenen-)Bildung sind jedoch gegenwärtig darauf ausgerichtet, sozialen Differenzen gerecht zu werden.

Der von der ÖGPB konzipierte zweitägige Workshop lädt die TeilnehmerInnen in einem interaktiven Setting dazu ein, sich mit den didaktischen Anforderungen der Pluralität auseinanderzusetzen. Forschungsgeleitete sowie auf Erfahrung basierende Inhalte, Methoden und Vermittlungsmöglichkeiten einer politischen Erwachsenenbildung in der Pluralität werden darin gemeinsam ausgelotet, reflektiert und erprobt. Folgende Fragen und Aspekte stehen dabei im Zentrum:

  • Worin besteht die gesellschaftliche und politische Pluralität? Welche Verschiedenheit ist im politischen Sinne relevant?
  • Welcher Umgang mit Differenzen fördert Gleichheit?
  • Welcher Politikbegriff und welche didaktischen Maßnahmen sind für die "Pluralisierung" der politischen Erwachsenenbildung erforderlich?
  • Welche politischen Handlungsfelder eröffnet gesellschaftliche Pluralität?

Zielgruppe:
ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MitarbeiterInnen von NGOs

Workshopleitung:
Dr. Hakan Gürses (ÖGPB)

Termin:
Do., 8. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr
Fr., 9. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
VHS Klagenfurt
Bahnhofstraße 44, 9020 Klagenfurt

Teilnahmegebühr: Euro 50,-

Anmeldung:
VHS Klagenfurt
T 050 477 7000
vhs-klagenfurt@vhsktn.at

Der Workshop ist mit 1 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/Pluralitaet/

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NIC 2018: Bildung in der Fluchtgesellschaft
Konferenz, 15. + 16. November 2018, Universität Innsbruck

Eine Veranstaltung des Instituts für Erziehungswissenschaft, der Fakultät für Bildungswissenschaften, der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung und des Interkulturellen Zentrums Wien

Wenn sich an den Ursachen wie Hunger, Kriege, Klimawandel und die Weltwirtschaftsordnung nichts ändert, werden Fluchtbewegungen auch in Zukunft für viele Millionen Menschen eine Überlebensfrage sein. Solange es globale Fluchtursachen gibt, werden Menschen nach Europa kommen, ob es uns gefällt oder nicht. Unsere Gesellschaften werden sich verändern, vielfältiger und komplexer werden. Diese Entwicklung stellt insbesondere für die Bildung eine enorme Herausforderung dar. Bildungsinstitutionen wie Kindergärten, Schulen, Erwachsenenbildungseinrichtungen und vor allem Hochschulen im deutschsprachigen Raum haben bisher kaum oder nur punktuell darauf reagiert bzw. konzeptionelle Konsequenzen daraus gezogen.

Die NIC-Konferenz bietet den Akteur/innen unterschiedlicher Felder einen Rahmen, um entlang gemeinsamer Fragen die existierenden Konzepte, Ansätze und Perspektiven zu reflektieren und dabei neue Handlungsräume zu entwickeln. Aus der kritischen Auseinandersetzung können neue Impulse und Ideen hervorgehen, die für ein zeitgemäßes Bildungskonzept im Zusammenhang mit Flucht und geflüchteten Menschen relevant sind.

  • Wie geht die Interkulturelle Bildung mit dem Thema Flucht um? Gibt es neue Konzepte/Ideen?
  • Wie gehen zivilgesellschaftliche Organisationen damit um?
  • Werden kulturalisierende Sichtweisen in diesem Bereich weiter tradiert?
  • Welche Rolle spielt die paternalistische Haltung im Umgang mit geflüchteten Menschen?
  • Gibt es gelungene Praxisbeispiele?
  • Welche neuen und nachhaltigen Bildungskonzepte brauchen wir?

Programm

Mitveranstalter:
Universität Bozen / Institut für Zeitgeschichte / Forschungszentrum für Migration & Globalisierung / Doktoratskolleg "Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung"

Kooperationspartner:
ZEMIT / Fluchtpunkt

Tagungsteam:
Michaela Bstieler, Marc Hill, Erol Yildiz (Universität Innsbruck)
Sonja Luksik, Hakan Gürses, Rahel Baumgartner (ÖGPB)
Martina Fürpass, Alice Scridon (IZ)

Termin:
Do., 15. November 2018 und
Fr., 16. November 2018

Konferenzort:
Universität Innsbruck
Kaiser-Leopold-Saal, Theologische Fakultät
Karl-Rahner-Platz 3

Teilnahmegebühr: Euro 20,- / 10,- (Barzahlung vor Ort)

Anmeldung:
michaela.bstieler@uibk.ac.at

Weitere Informationen: www.intercultures.at

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Flucht und Asyl: aus der Perspektive der politischen Bildung
TTT-Workshop, 21. + 22. November 2018, wienXtra, Wien

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit wienXtra-institut für freizeitpädagogik

Über 60 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht; davon über 20 Millionen über die nationalen Grenzen ihres Landes hinweg. Spätestens seit dem verstärkten Ankommen von Flüchtlingen in Europa dominiert die "Flüchtlingskrise" die politische, mediale und öffentliche Diskussion in Österreich und der EU. Diese Situation fordert auch die politische Bildung heraus, mit Wissen, Fakten und Gesprächsangeboten Asyl im international-juridischen Zusammenhang als ein Menschenrecht erscheinen zu lassen und die Öffentlichkeit über aktuelle Fragen aufzuklären.

Um hier einen Beitrag zu leisten, hat die ÖGPB zwei Fach-Organisationen angefragt, ein Training zu entwickeln: asylkoordination österreich ist die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlingsorganisationen, BAOBAB - als Einrichtung des Globalen Lernens - bietet didaktische Reflexionen und Anregungen zum Thema.

In der zweitägigen Veranstaltung werden die TeilnehmerInnen die Möglichkeit erhalten, mit den TrainerInnen der beiden Organisationen Hintergründe sowie Methoden zur Thematisierung der (globalen) Ursachen von Flucht und der Rechtslage im europäischen Kontext kennenzulernen. Ebenso wird angesichts der Diskussionen rund um eine "Willkommenskultur" und der zugleich zunehmenden Ängste und Verunsicherungen die Rolle der (sozialen) Medien in diesem oft polarisierenden Diskurs hinterfragt. Dazu erfolgt mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen und (Falsch-)Informationen.

Zielgruppe:
ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MultiplikatorInnen, NGO-MitarbeiterInnen

Workshopleitung:
MMag.a Magdalena Emprechtinger: BAOBAB, Sozialwissenschafterin, Bildungsreferentin
Dr.in Mag.a Hildegard Hefel: BAOBAB, Romanistin, Bildungsreferentin
Dr. Herbert Langthaler: asylkoordination österreich, Kultur- und Sozialanthropologe, Trainer

Termin:
Mi., 21. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr und
Do., 22. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
wienXtra-institut für freizeitpädagogik
Albertgasse 35/Hof
Seminarraum 1 - 1.Stock
1080 Wien

Teilnahmegebühr: Euro 50,-

Anmeldung:
wienXtra-institut für freizeitpädagogik
T 01 4000-83 415
ifp@wienXtra.at
Online-Anmeldung

Der Workshop ist mit 1 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/flucht_asyl/

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Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
TTT-Workshop, 22. + 23. November 2018, VHS Hietzing, Wien

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit der VHS Hietzing

Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen sucht Antworten auf Hassparolen und bietet einen Übungsraum für Gegenstrategien.

Die TeilnehmerInnen sammeln "Stammtischparolen" - diskriminierende, generalisierende, schlagwortartig vorgebrachte Äußerungen. In simulierten Gesprächssituationen werden mögliche Reaktionsweisen erprobt; durch anschließende Analyse werden Kommunikationsstrategien ausgearbeitet. Darüber hinaus werden im Training die politischen, sozialpsychologischen und gesellschaftlichen Kontexte der Parolen gemeinsam untersucht.

Zielgruppe:
ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MitarbeiterInnen von NGOs

Workshopleitung:
Sonja Luksik, MA (ÖGPB)
Dr. Hakan Gürses (ÖGPB)

Termin:
Do., 22. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr und
Fr., 23. November 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
VHS Hietzing
Hofwiesengasse 48, 1130 Wien

Teilnahmegebühr: Euro 50,-

Anmeldung:
VHS Hietzing
T 01 891 74-113 000
hietzing@vhs.at
Online-Anmeldung

Der Workshop ist mit 1 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen:
www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/argumentationstraining/

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Vorschau: Das politisch-literarische Quartett
4. Dezember 2018, bifeb), St. Wolfgang

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung - bifeb) und dem Büchereiverband Österreichs - BVÖ

Lesen wir überhaupt? Freilich lesen wir alle täglich eine Menge Sachen - online und auf Papier; Nachrichten, Kommentare, Aufsätze, Krimis, Sachbücher; in der U-Bahn, im Büro oder im Bett ...

Was dabei öfter auf der Strecke bleibt, sind Texte, deren Lektüre Ruhe und gesteigerte Aufmerksamkeit verlangt sowie Wiederholung und Nachsinnen: philosophische Abhandlungen, Texte zur politischen Theorie, historische Standardbücher, literarische Werke... Diese gelten nicht nur als Bestandteil einer guten Allgemeinbildung, sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Ausübung des pädagogischen Berufs - so auch in der Erwachsenenbildung, und hier insbesondere in der politischen Bildung. Doch wir alle kennen das Problem der fehlenden Zeit, des Mangels innerer Ruhe im hektischen Arbeitsalltag und sonstige widrige Umstände, die allesamt eine reflektierende und eingehende Lektüre "schwerer Kost" zusätzlich erschweren.

Das politisch-literarische Quartett will da Abhilfe schaffen. Vier "Berufsleser_innen" stellen in einem gemütlichen Rahmen vier Bücher aus verschiedenen Sparten der politischen Literatur vor. Hauptthesen, Bezug zur politischen Bildung sowie sachliche Kritik bilden die Eckpunkte der jeweiligen Buchbesprechung, die durch die Diskussion auf dem Podium fortgesetzt und durch Wortmeldungen des Publikums inhaltlich vertieft wird. Ein Handout mit wichtigsten Daten zu den vier vorzustellenden Büchern begleitet die Veranstaltung.

Dem legendären "Literarischen Quartett" nachempfunden, versucht Das politisch-literarische Quartett aktuelle politische Bücher ebenso "spielerisch" zu vermitteln wie die berühmten "ungelesenen Klassiker". Nach dem Motto: Das Referat ersetzt die Lektüre nicht - ist aber auch kein Schaden. Zirbenschnaps oder Fruchtsaft?

Termin:
Di., 4. Dezember 2018, 19.00 Uhr

Ort:
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung - bifeb)
Bürglstein 1-7, 5360 St. Wolfgang

Keine Teilnahmegebühr.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/p_l_quartett/

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Basics - Inhalte und Methoden der politischen Erwachsenenbildung
Workshop, 5. - 7. Dezember 2018, VHS Klagenfurt

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung in Kooperation mit den Kärntner Volkshochschulen

Es besteht ein großer Bedarf bezüglich des in unterschiedlichen Lernarrangements verwendbaren Basiswissens und der methodischen Grundlagen außerschulischer politischer Bildung.

In einer "MultiplikatorInnen-Mappe politischer Erwachsenenbildung" mit leicht verständlichen Texten, Übungsanleitungen und Methodenbeschreibungen, Literaturlisten und Links hat die ÖGPB die "Basics" der politischen Erwachsenenbildung aufbereitet.

Im Rahmen des mehrtägigen Workshops werden die in der Mappe enthaltenen Methoden gemeinsam erprobt, Inhalte besprochen und Vermittlungsmöglichkeiten reflektiert.

Zielgruppe:
ErwachsenenbildnerInnen, TrainerInnen, MultiplikatorInnen

Workshopleitung:
Sonja Luksik, MA (ÖGPB)
Dr. Hakan Gürses (ÖGPB)

Termin:
Mi., 5. Dezember 2018, 14.00 bis 21.00 Uhr,
Do., 6. Dezember 2018, 9.00 bis 18.00 Uhr und
Fr., 7. Dezember 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
VHS Klagenfurt
Bahnhofstraße 44, 9020 Klagenfurt

Teilnahmegebühr: Euro 50,-

Anmeldung:
VHS Klagenfurt
T 050 477 7000
vhs-klagenfurt@vhsktn.at

Der Workshop ist mit 1,5 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen:
www.politischebildung.at/oegpb/bildungsangebot/basics/


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EXTERNE ANKÜNDIGUNG:


Tipp: SchülerInnenwettbewerb Politische Bildung 2018

Die Aufgabenstellungen des größten deutschsprachigen Wettbewerbs zur Politischen Bildung sind in gewohnter Weise für zwei Altersgruppen ausgeschrieben (4. bis 8. bzw. 8. bis 12. Schulstufe und Berufsschulen) und ermöglichen dadurch eine altersadäquate Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Themen der Politischen Bildung.

Es kann aus zwölf Projektthemen gewählt werden, wie z.B. Berufswunsch Influencer, Hate Speech, Karl Marx, Gerechtigkeit, Genossenschaften, Rechtsstaat etc. Mit der Aufgabenstellung "Politik brandaktuell" steht es SchülerInnen ab der 8. Schulstufe frei, jedes aktuelle Thema zu wählen und zu bearbeiten. Zu gewinnen gibt es zahlreiche attraktive Preise.

Beraten und unterstützt werden die österreichischen Schulen von Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule.

Einsendeschluss ist der 10. Dezember 2018!

Die detaillierten Informationen zum Wettbewerb (samt Wettbewerbsheft als pdf zum Download) sind unter www.politik-lernen.at/wettbewerbpb zu finden.

 

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