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Aktuelle Veranstaltung:

Basics – Inhalte und Methoden der politischen Erwachsenenbildung / online

Save the Date:

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen / Graz

Planspiele als Methode der politischen Bildung am Beispiel „Destination Europe“ / Wien

Vortragsreihe „Politische Erwachsenenbildung im Jahr der Jubiläen“ / Wien

 


 

AKTUELLE VERANSTALTUNG:

Basics – Inhalte und Methoden der politischen Erwachsenenbildung
8. bis 10. Juli 2020, online

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)

Was ist politische Erwachsenenbildung, welche Inhalte werden in diesem Bereich durch welche Methoden vermittelt?

In einer Multiplikator*innen-Mappe mit leicht verständlichen Texten, Übungsanleitungen und Methodenbeschreibungen, Literaturlisten und Materialien-Links hat die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung die „Basics“ der politischen Erwachsenenbildung aufbereitet.

Im Rahmen eines mehrtägigen Workshops werden die in der Mappe enthaltenen Methoden und Inhalte besprochen sowie die Vermittlungsmöglichkeiten reflektiert.

Workshopleitung:
Sonja Luksik, MA: Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Politikwissenschafterin
Dr. Hakan Gürses: Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung, Philosoph

Zielgruppe:
Erwachsenenbildner*innen, Trainer*innen, Multiplikator*innen

Termin:
Mi., 8. Juli 2020, 9.00 bis 17.00 Uhr
Do., 9. Juli 2020, 9.00 bis 17.00 Uhr
Fr., 10. Juli 2020, 9.00 bis 15.30 Uhr

Dieser Workshop wird online angeboten. Als Webinar-Tool kommt unter anderem Zoom (https://zoom.us/) zum Einsatz. Weitere technische Anforderungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Teilnahmegebühr: Euro 60,-
Die COVID-19-Pandemie führte bei vielen Trainer*innen und Erwachsenenbildner*innen zu finanziellen Einbußen. Wir bieten daher den Teilnehmer*innen unserer Trainings bis auf Weiteres folgende Optionen an: 
a) Teilnahmegebühr vor der Veranstaltung zu bezahlen; b)  Teilnahmegebühr zu einer späteren Zeit zu bezahlen; c) ohne Teilnahmegebühr teilnehmen.
Wir bitten Sie, sich nach Selbsteinschätzung für eine Option zu entscheiden – und bitte dabei zu bedenken, dass die ÖGPB ihre Bildungsangebote zum Teil über Teilnahmegebühren finanzieren muss.

Anmeldung (bis 3. Juli 2020):
bifeb - Bundesinstitut für Erwachsenenbildung
T 06137 6621-0
Online-Anmeldung

Der Workshop ist mit 1,5 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at [...]

 


 

SAVE THE DATE:

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
23. + 24. September 2020, URANIA, Graz

Ein Train-the-Trainer-Workshop der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit der Österreichischen URANIA für Steiermark

Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen sucht Antworten auf Hassparolen und bietet einen Übungsraum für Gegenstrategien.

Die TeilnehmerInnen sammeln „Stammtischparolen“ – diskriminierende, generalisierende, schlagwortartig vorgebrachte Äußerungen. In simulierten Gesprächssituationen werden mögliche Reaktionsweisen erprobt; durch anschließende Analyse werden Kommunikationsstrategien ausgearbeitet. Darüber hinaus werden im Training die politischen, sozialpsychologischen und gesellschaftlichen Kontexte der Parolen gemeinsam untersucht.

Workshopleitung:
Sonja Luksik, MA (ÖGPB)
Dr. Hakan Gürses (ÖGPB)

Zielgruppe:
Erwachsenenbildner*innen, Trainer*innen, Mitarbeiter*innen von NGOs

Termin:
Mi., 23. September 2020, 9.00 bis 17.00 Uhr
Do., 24. September 2020, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
URANIA
Burggasse 4, 8010 Graz

Teilnahmegebühr: Euro 60,-

Anmeldung :
URANIA
T 0316 82 56 88-0
urania@urania.at

Der Workshop ist mit 1,0 ECTS im Rahmen der wba akkreditiert.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at [...]

 


 

Planspiele als Methode der politischen Bildung
Am Beispiel des Planspiels „Destination Europe“ zum Thema europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik
2. Oktober 2020, AK Wien

Eintägiger Workshop der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB)

Planspiele und partizipative Konferenzsimulationen ermöglichen den Teilnehmer*innen ein vertieftes Verständnis von Politik aus der Innensicht der handelnden Akteure. Auf der Basis eines realen oder teilrealen Entscheidungsprozesses kommen die Lernenden zu eigenständigen und nachvollziehbaren Lösungen. Der spielerische Aspekt stellt eine wichtige Komponente dar, die Methode ist aber keine reine „Spaßmethode“. Planspiele und Simulationen trainieren aktiv Partizipation und Interessenwahrnehmung für reales Handeln und tragen zu einem besseren Verständnis komplexer gesellschaftspolitischer Zusammenhänge bei.

Die Europäische Union stellt für viele Geflüchtete aus aller Welt ein Ziel dar. Die EU muss sich dieser Herausforderung stellen. Das Planspiel „Destination Europe“ des CIVIC-Instituts für internationale Bildung thematisiert die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Europa und die Frage, ob und wie eine gemeinsame Asyl- und Flüchtlingspolitik im Spannungsfeld von humanitärem Asylrecht und der Frage der Aufnahmebedingungen der EU gestaltet sein könnte. Simuliert wird die EU-Gesetzgebung durch Kommission, Europäisches Parlament und Rat. Neben der Durchführung des Planspiels wird im Rahmen des eintägigen Workshops auch eine intensive und detaillierte Multiplikator*innen-Schulung angeboten.


Der Workshop besteht aus folgenden Teilen:

  • Kurze Einführung in die Lehr- und Lernmethode „Planspiel / Simulation“ sowie in die Thematik des anschließend durchzuführenden Planspiels
  • Warm-up: Aktivierende Methode
  • Durchführung des Planspiels
  • Auswertung des Planspiels
  • Lehr- und Lernmethode „Planspiel“ unter der Lupe – detaillierte Multiplikator*innen-Schulung, Verteilung von weiteren Materialien zum Selbststudium
    • Methodik – pädagogische, inhaltliche und psychologische Aspekte; Zielgruppen und Lernziele
    • Ablauf und Phasen eines Planspiels
    • Organisatorische Aspekte – Organisation, Strukturfunktion, Motivation, Beobachten, Eingreifen, Auswerten
    • Wie und warum sollten wir es multiplizieren? – interaktive Methode zu Stärken, Schwächen, Chancen und Herausforderungen
    • Fazit
  • Vorstellung und Durchführung ausgewählter Methoden der politischen Bildung
  • Auswertung des Tages

Workshopleitung:
Holger-Michael Arndt, Studium der Rechts- und Verwaltungswissenschaften in Deutschland und Polen. Rechtsanwalt, Geschäftsführer der CIVIC GmbH – Institut für internationale Bildung. Dozent u. a. für Europapolitik und -recht in mehreren europäischen Staaten. Autor zahlreicher Publikationen. Externer Trainer der ÖGPB.
Dr. Dionisi Nikolov, Studium der Slawistik und Volkswirtschaftslehre. Lektor, Trainer, Planspielleiter und Moderator im Themenbereich der EU-Politik, Zivilgesellschaft und Förderung demokratischer Prozesse. Seit 2015 bei CIVIC GmbH, Projektkoordinator Österreich (www.civic-institute.eu). Externer Trainer der ÖGPB.

Zielgruppe:
Erwachsenenbildner*innen, Trainer*innen, Multiplikator*innen

Termin:
Fr., 2. Oktober 2020, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort:
AK Wien Bildungszentrum
Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Teilnahmegebühr: Euro 60,-

Anmeldung:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
T 01 504 68 58
gesellschaft@politischebildung.at

Weitere Informationen: www.politischebildung.at [...]

 


 

Vortragsreihe „Politische Erwachsenenbildung im Jahr der Jubiläen“
Oktober bis Dezember 2020, Wien

Eine Vortragsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Depot und der Hauptbücherei Wien

Heuer werden in Österreich gleich mehrere Jubiläen von Ereignissen begangen, die für die Republik Österreich historische Relevanz haben: Vor 100 Jahren trat die Bundesverfassung in Kraft, zum 75. Mal jährt sich die Befreiung vom Nationalsozialismus, vor 65 Jahren wurde der Staatsvertrag unterzeichnet, und vor 25 Jahren trat Österreich der Europäischen Union bei. Im Rahmen der Vortragsreihe werden jeweils besondere Aspekte der zeitgeschichtlichen Jubiläen herausgegriffen und aus der Perspektive der politischen Erwachsenenbildung näher beleuchtet:

Zum 100. „Geburtstag“ der Verfassung lohnt sich ein Blick sowohl auf das historische wie auch auf das rezente Verhältnis von Politik und Recht. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die weitverbreitete Anahme wirklich stimmt: dass nämlich die – maßgeblich von Hans Kehlsen mitgestaltete – Verfassung der Ersten Republik nur durch das kurze Intermezzo des NS-Regimes unterbrochen worden sei, um dann in der Zweiten Republik wieder fortzubestehen.

Im Mittelpunkt des Vortrags zur Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren steht der Umgang der politischen Akteure mit dem „Opfermythos“ in diesem Zeitraum sowie allgemein die Erinnerungs- und Gedenkkultur in der Gegenwart.

Der Staatsvertrag mag für viele zunächst den geflügelten Satz „Österreich ist frei!“ in Erinnerung rufen; als Gradmesser für die Reife der Demokratie in einem Land spielt nach wie vor die Lage der Minderheiten eine zentrale Rolle, und hier kommt der Artikel 7 jenes 1955 unterzeichneten Staatsvertrags ins Spiel. Kontextualisierung und Umsetzung dieses Regelwerks, das – ursprünglich – die Rechte der slowenischen und kroatischen Minderheiten verbriefen sollte, sind auch 65 Jahre danach aktuelle Themen und werden in einem der Vorträge beleuchtet.

Der vierte Vortrag wiederum wird sich, 25 Jahre nach dem EU-Beitritt Österreichs, der Analyse und Bestandsaufnahme der Umsetzung von jenen Richtlinien widmen, die von der Union Anfang der 2000er Jahre verabschiedet wurden und als Meilensteine in der Antidiskriminierungspolitik gelten.

In allen vier Vorträgen der Reihe werden zudem folgende Fragen von Bedeutung sein: Welche politische Rolle spielen diese historischen Ereignisse und ihre Nachwirkungen heute? Wie kann und soll politische Bildung die erwähnten Aspekte der Jubiläen adäquat vermitteln und didaktisch begleiten?

Mit „Politische Erwachsenenbildung im Jahr der Jubiläen“ setzt die ÖGPB ihre seit 2010 stattfindenden jährlichen Vortragsreihen zur politischen Erwachsenenbildung auch 2020 fort. Neben dem langjährigen Kooperationspartner Depot ist die Hauptbücherei Wien heuer zum ersten Mal kooperierende Organisation. In den beiden Häusern finden von Oktober bis Dezember 2020 vier Vorträge statt.

Mi., 7. Oktober 2020, 19:00 Uhr, Hauptbücherei Wien

Günther Sandner:
Ein „Staat, den keiner wollte“: Die Erste Republik in der Zweiten Republik

Das Bundes-Verfassungsgesetz 1920 (i. d. F. von 1929) stellt eine von vielen Kontinuitäten zwischen der Ersten und der Zweiten Republik Österreichs dar. In den Jahrzehnten nach 1945 wurden aber vor allem die Differenzen zwischen den beiden Republiken betont. Weltanschauliche Polarisierung, ökonomische Krisen, Gewalt und politischer Konflikt standen gegen Wohlstand, Stabilität und sozialpartnerschaftlichen Konsens.

Die Erste Republik erscheint zum Teil auch heute noch als Negativfolie der vermeintlichen Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik, die ihre Stärke ja gerade daraus bezog, aus den Fehlern und dem Scheitern ihrer Vorgängerin gelernt zu haben. Damit waren weitreichende vergangenheitspolitische Konsequenzen verbunden, die von der Idealisierung der Monarchie über die Ausblendung der demokratischen und sozialen Aufbauleistungen nach 1918 bis hin zur Hochstilisierung der Zweiten Republik zur „Insel der Seligen“ reichen. Eine kritische Differenzierung scheint geboten.

Dr. Günther Sandner, Research Fellow am Institut Wiener Kreis, Lehrbeauftragter an der Universität Wien und an der Sozialakademie der Arbeiterkammer Wien.


Mi., 11. November 2020, 19:00 Uhr, Depot

Sandra Konstatzky:
Meilensteine in der Gleichbehandlung

Seit dem EU-Beitritt Österreichs gelten die einschlägigen Gleichbehandlungsrichtlinien. Im Jahr 2000 erweiterte sich das Spektrum über das Geschlecht hinaus. Heute gilt in den Mitgliedsstaaten ein umfassendes Diskriminierungsverbot auch hinsichtlich ethnischer Zugehörigkeit, Religion und Weltanschauung, Alter, sexueller Orientierung und Behinderung. Im Jahr 2000 wurde auch die Notwendigkeit von Gleichbehandlungsstellen erwähnt. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft stellt heute eine wesentliche Institution im Kampf gegen Diskriminierung und für die Förderung von Gleichstellung dar. 

Mag.a Sandra Konstatzky, Juristin, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft.


Do., 26. November 2020, 19:00 Uhr, Depot

Vladimir Wakounig:
Staatsvertrag zwischen Angebot und Nachfrage

Beim Österreichischen Staatsvertrag von 1955 denken wohl sehr viele Burgenland-Kroat/innen und Kärntner Slowen/innen an den Artikel 7.  Es geht um den Teil des Vertrages, der sich den Mindestbedürfnissen der kroatischen und slowenischen Minderheiten nach Schule sowie Amts- und Gerichtssprache zuwendet. Im Zentrum steht die Forderung nach topographischen Aufschriften. Dieser Punkt war auch der Grund für die Weigerung vieler österreichischer Regierungen, den Forderungen des Staatsvertrages nachzukommen. Es ist der Beharrlichkeit einzelner Minderheitenangehöriger zu verdanken, dass Teile des Artikels 7 umgesetzt wurden.

Dr. Vladimir Wakounig, Bildungswissenschaftler, Universität Klagenfurt/Celovec.

Mi., 9. Dezember 2020, 19:00 Uhr, Depot

Margit Reiter:
Deutungskämpfe. Parteien und (NS-)Vergangenheit

1945 wollten die ehemaligen politischen Gegner den demokratischen Wiederaufbau in Angriff nehmen. Die Opferthese wurde zum Gründungsmythos und master narrative der Zweiten Republik. Doch bald setzte ein Wettlauf um die Wählerstimmen der ehemaligen NationalsozialistInnen (und ihrer Angehörigen) ein. Nicht wenige von ihnen fanden in ÖVP und SPÖ ihre politische Heimat; ihr eigentliches Sammelbecken war aber der Verband der Unabhängigen (VdU) und die Nachfolgepartei FPÖ. Mit der Haltung der Nachkriegsparteien zum NS, Austrofaschismus und zu „Ehemaligen“ gingen und gehen (Beispiel: FPÖ-„Historikerbericht“) Deutungskämpfe einher.

Dr.in Margit Reiter, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg.

Moderation:
Sonja Luksik, MA (ÖGPB)
Dr. Hakan Gürses (ÖGPB)

Veranstaltungsorte:
Hauptbücherei Wien, Urban Loritz-Platz 2a, 1070 Wien
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Freier Eintritt. Keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen: www.politischebildung.at [...]

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