Das politisch-literarische Quartett

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung

„Sag mir dieses: Schlägst du überhaupt je ein Buch auf? [...]
Ja, erwiderte ich.“
(Flann O’Brien: Auf Schwimmen-zwei-Vögel)


Lesen wir überhaupt? Freilich lesen wir alle täglich eine Menge Sachen – online und auf Papier; Nachrichten, Kommentare, Aufsätze, Krimis, Sachbücher; in der U-Bahn, im Büro oder im Bett ...

Was dabei öfter auf der Strecke bleibt, sind Texte, deren Lektüre Ruhe und gesteigerte Aufmerksamkeit verlangt sowie Wiederholung und Nachsinnen: philosophische Werke, Texte zur politischen Theorie, historische Standardbücher, literarische Klassiker ... Diese sind nicht nur Bestandteil einer guten Allgemeinbildung, sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Ausübung des pädagogischen Berufs – so auch in der Erwachsenenbildung, und hier insbesondere in der politischen Bildung. Doch, wir alle kennen das Problem der fehlenden Zeit, des Mangels innerer Ruhe im hektischen Arbeitsalltag und sonstige widrige Umstände, die allesamt eine reflektierende und eingehende Lektüre „schwerer Kost“ zusätzlich erschweren.

Das politisch-literarische Quartett will da Abhilfe schaffen. Vier „BerufsleserInnen“ stellen in einem gemütlichen Rahmen vier Bücher aus verschiedenen Sparten der politischen Literatur vor. Hauptthesen, Bezug zur politischen Bildung sowie sachliche Kritik bilden die Eckpunkte der jeweiligen Buchbesprechung, welche durch die Diskussion auf dem Podium fortgesetzt und durch Wortmeldungen des Publikums inhaltlich vertieft wird. Ein Handout mit wichtigsten Daten zu den vier vorzustellenden Büchern begleitet die Veranstaltung.

Dem legendären „Literarischen Quartett“ nachempfunden, versucht Das politisch-literarische Quartett aktuelle politische Bücher ebenso „spielerisch“ zu vermitteln wie die berühmten „ungelesenen Klassiker“. Nach dem Motto: Das Referat ersetzt die Lektüre nicht – ist aber auch kein Schaden. Zirbenschnaps oder Fruchtsaft?

Am 23. Oktober 2019 fand Das politisch-literarische Quartett in Kooperation mit dem Büchereiverband Österreichs (BVÖ) und dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) statt:

Das Quartett:

Robert Hummer (Geschichts- und Politikwissenschafter; Mitarbeiter an der PH Salzburg) – Seyla Benhabib: Die Rechte der Anderen, 2008

Edma Ajanovic (Politikwissenschafterin; wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der Donau-Universität Krems) – Wilhelm Heitmeyer: Autoritäre Versuchungen, 2018

Hikmet Kayahan (Germanist, Sozialpädagoge und Trainer) – Édouard Louis: Wer hat meinen Vater umgebracht, 2019

Sonja Luksik (Moderation / Politikwissenschafterin, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖGPB) – COMPA et al. (Hg.): Pädagogik im globalen postkolonialen Raum, 2019


Ort:
Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)
Bürglstein 1-7, 5360 St. Wolfgang

Videoaufzeichnungen:

Quartett, 9. Mai 2019, VHS Favoriten, Wien

Quartett, 4. Dezember 2018, bifeb), St. Wolfgang

Quartett, 26. Juni 2018, BVÖ, Wien

Quartett, 30. November 2017, bifeb), St. Wolfgang

Quartett, 8. März 2017, Bezirksmuseum Hietzing, Wien

Quartett, 6. Oktober 2016, VHS Ottakring, Wien

Quartett, 3.-4. Dezember 2015, bifeb), St. Wolfgang

 

 

 

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